Typische Tennisverletzungen vermeiden

Typische Tennisverletzungen vermeiden: 5 Präventionsstrategien für ein gesundes Match

zuletzt geändert am 11. August 2025

Tennis ist ein intensiver Ganzkörpersport – schnelle Richtungswechsel, explosive Bewegungen und wiederholte Schlagbelastungen machen Dich anfällig für typische Überlastungsschäden. Wer Tennisverletzungen vermeiden will, braucht daher ein durchdachtes Präventionskonzept.
In diesem Beitrag stellen wir Dir 5 effektive Strategien vor, mit denen Du gesund, leistungsfähig und verletzungsfrei bleibst.

Tennisverletzungen vermeiden durch Warm-up & Stretching

Ein gezieltes Aufwärmen bereitet Muskeln, Gelenke und Bänder optimal auf die Belastung vor – ein entscheidender Schritt, um Tennisverletzungen zu vermeiden.

Empfohlene Maßnahmen:

  • 3–5 Minuten Aktivierung: Leichtes Joggen, Hampelmänner oder Armkreisen steigern die Körpertemperatur.

  • Dynamisches Dehnen: Übungen wie Schulterrollen, Rumpfdrehungen und Ausfallschritte simulieren Bewegungen auf dem Court.

  • Nach dem Spiel: Statisches Dehnen und Cool-down fördern Regeneration und senken das Verletzungsrisiko durch Muskelverspannungen.

❗Regelmäßiges Stretching ist essenziell, um Tennisverletzungen wie Zerrungen oder Sehnenreizungen zu vermeiden.

Korrekte Technik & biomechanische Analyse

Die richtige Schlag- und Aufschlagtechnik wirkt verletzungspräventiv und verbessert die Leistung: Eine stabile Haltung, kontrollierte Racketbewegung und saubere Energiekette (Beine → Rumpf → Schulter → Arm) reduzieren Fehlbelastungen an Gelenken und Sehnen.
Ein biomechanisch falscher Griff (z. B. zu enge oder große Griffgröße, zu hoher String-Tension) kann zu Tennis-Ellenbogen oder Schulterschmerzen führen – auf die passende Griffgröße, Stringspannung und Schlägerbalance achten.
Regelmäßiger Technik-Check via Videoanalyse oder Trainerfeedback hilft, ineffiziente Bewegungsmuster zu erkennen und gezielt zu korrigieren.

Krafttraining – starke Muskulatur schützt vor Tennisverletzungen

Der Körper agiert als Einheit – gezielte Trainingsreize beugen Überlastung vor:

Core & Rumpf: Starke Bauch-, Rücken- und Hüftmuskeln stabilisieren die Wirbelsäule und übertragen Schlagkraft effizient. Übungen wie Planks, Russian Twists oder Medizinballwürfe sind ideal.

Unterkörper: Kniebeugen, Ausfallschritte und Wadenheben verbessern Stabilität bei schnellen Richtungswechseln und mindern Knie‑ und Sprunggelenkbelastung.

Oberkörper: Schulterpressen, Ruderzüge, Push-ups und Rotationsübungen erhöhen die Belastbarkeit der Schultern, Arme und Unterarme – wichtig gegen Tennis‑Ellenbogen und Schulterverletzungen.

Balance & Propriozeption: Einbeinstand-Übungen, Bosu-Ball, Balance-Board oder Instabilitätstraining verbessern die Gelenkstabilität und helfen, Stürze oder Umknicken zu vermeiden.

Zusätzlich: Kettlebell-Training oder funktionelle Kraftzirkel fördern die koordinierte Muskelkette – ideal bei Schulterproblemen im chronischen Bereich.

Cross Training & intelligente Belastungssteuerung

Neben dem Tennistraining sind ergänzende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Yoga sinnvoll, um muskuläre Dysbalancen zu reduzieren und Überlastungen zu entlasten.
Plyometrisches Training (Box Jumps, schnelle Sprints) stärkt Sehnen und Gelenke und bereitet auf explosive Court-Bewegungen vor.

Eine besondere Rolle spielt das Load Management:

  • Progressive Belastung einhalten: z. B. drei Wochen Belastung, eine Woche mit reduzierter Intensität (3:1 Verhältnis)
  • Woche‑zu‑Woche Änderungen minimieren, kein Übertraining durch schnelle Belastungssprünge
  • Nicht mehr als drei Matches pro Tag oder acht pro Woche im Turnierbetrieb bei Jugendlichen vermeiden.

Vorzeitige Spezialisierung bei jungen Spielern erhöht das Risiko für Überlastungsverletzungen im Ellenbogen oder Hüftbereich: Diverses Sportprogramm wird empfohlen.

Regeneration, Schlaf & gesunde Lebensweise

Erholung ist ein wesentlicher Baustein: Regelmäßige Paustage senken das Risiko chronischer Überlastung und typische Tennisverletzungen, besonders bei Tendinopathien wie Tennis‑Ellenbogen oder Rotatorenmanschettenproblemen.

Schlafqualität (7–9 Stunden) ist zentral, um Muskeln und Nervensystem nachhaltig zu regenerieren und Reaktionsfähigkeit am Court zu erhalten.

Hydration & Ernährung:

  • Viel trinken – idealerweise Wasser oder elektrolythaltige Getränke vor, während und nach dem Spiel, um Krämpfen und Ermüdung vorzubeugen.
  • Entzündungshemmende Ernährung mit Omega‑3‑Fettsäuren, Gemüse und Antioxidantien unterstützt langfristig die Sehnengesundheit.

Bei Belastungsschmerzen oder frühen Beschwerden:

  • Ruhigstellen, Schonen, Eis‑, Kompressions‑ und Höhenlagerung sowie gezieltes Krafttraining mit Widerstandsbändern
  • Wenn nötig, professionelle Physiotherapie statt kurzfristiger Medikamente – abgestützt auf konservative Therapieempfehlungen bei Tendinopathien.

Hintergründe: Warum wirken diese Strategien?

Tennis Ellenbogen

Tennis‑Ellenbogen (laterale Epicondylitis) entsteht meist durch Überlastung der Sehnen durch wiederholte Handgelenksextension und Griffkraft – konservative Therapie mit gezielten Unterarmübungen, Ruhe und verbesserter Technik gilt als effektivste Prävention.

Schulterverletzungen

Schulterverletzungen wie Rotatorenmanschettentendinopathien oder Labrumläsionen treten auf, wenn mangelnde Schulterrotation und Schwäche in scapulärer Stabilität vorliegen – Bewegungsausmaß und Krafttraining helfen vorbeugend.

Knie- und Sprunggelenksverletzungen

Knie- und Sprunggelenksverletzungen resultieren häufig aus abrupten Richtungswechseln; mit gezieltem Balance- und Krafttraining sowie korrekter Schuhwahl lässt sich die Belastung reduzieren.

Fazit: Tennisverletzungen vermeiden – so bleibst du gesund auf dem Court

Ein rundum nachhaltiger Präventionsplan um Tennisverletzungen zu vermeidenumfasst ein systematisches Warm-up & Stretching, Technikverbesserung, körperstärkendes Training, abwechslungsreiches Cross‑Training, sowie schlaffördernde Regeneration und Ernährung.
Ideal ist dazu eine Begleitung durch Sportmediziner, Physiotherapeuten oder Biomechanik-Trainer, insbesondere bei wiederkehrenden Beschwerden oder individuell anatomischen Risikofaktoren.
So bleibst du langfristig leistungsfähig, gesund und verletzungsfrei – für ein erfolgreiches und freudvolles Tennisspielen!

💡Tipp: Speichere Dir diesen Leitfaden oder teile ihn mit Deinem Team – gemeinsam könnt ihr Tennisverletzungen vermeiden und euer Spiel aufs nächste Level bringen!

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Team Tennis-Point

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