Tennisschuhe: Was ist wichtig?

Tennisschuhe: Worauf kommt es beim Kauf an?

zuletzt geändert am 3. Dezember 2025

Wer regelmäßig auf dem Tennisplatz steht, weiß: Kaum eine andere Sportart ist so komplex wie Tennis. Neben Kraft und Technik kommt es vor allem auch auf eine solide Beinarbeit an. Tennisschuhe sollen genau diese unterstützen

Sie sorgen für Stabilität, Dämpfung und Grip bei den tennistypischen Bewegungen. Eigenschaften also, die das allgemeine Spielgefühl verbessern, vor Ermüdung schützen und Verletzungen vorbeugen.

Doch worauf kommt es bei Tennisschuhen eigentlich genau an?

Auf den Belag kommt es an

Für jeden Belag gibt es spezielle Tennisschuhe, ohne die auf vielen Plätzen gar nicht gespielt werden darf. Die jeweiligen Modelle unterscheiden sich vor allem in ihrer Sohlenstruktur, aber auch hinsichtlich anderer Eigenschaften.

Ob Du Dich für SandplatzschuheRasenschuheAllcourtschuhe oder Teppichschuhe entscheidest, hängt also davon ab, auf welchem Belag Du spielst. Erst dann ist es sinnvoll, sich mit den verschiedenen Eigenschaften von Tennisschuhen zu befassen.

WELCHE EIGENSCHAFTEN SIND BEI TENNISSCHUHEN ENTSCHEIDEND?

Sohle, Ober- und Innenmaterial, Stabilität, Dämpfung, Passform – es gibt viele Eigenschaften, die das Spiel beeinflussen. Erst das perfekte Zusammenspiel aller Merkmale lässt den Tennisschuh zur Hochform auflaufen.

Die Sohle

Die Sohle ist das Herzstück eines jeden Tennisschuhs, denn sie bestimmt, wie Du Dich auf dem Platz bewegst, wie gut Du Halt findest und wie stark Deine Gelenke belastet werden. Tennisschuhe bestehen aus einer Außen- und einer Zwischensohle sowie einer, meist herausnehmbaren, Einlegesohle. Die Außensohle hat direkten Bodenkontakt, sie ist daher entscheidend für Grip, Gleitverhalten und Haltbarkeit und besteht meist aus abriebfestem Gummi. Je nach Belag unterscheidet sich das Profil: Sandplatz- und Allcourtschuhe haben ein Fischgrätmuster, Rasenschuhe feine Noppen und Teppichschuhe eine glatte Sohle.

Die Zwischen- oder Mittelsohle ist verantwortlich für Dämpfung, Energierückgabe und Stabilität und besteht aus EVA-Schaum (Ethylenvinylacetat) oder PU-Schaum (Polyurethan). Teurere Modelle nutzen häufig besondere Technologien und Materialmischungen. Bei Tennisschuhen ist die Mittelsohle oft fester als bei Laufschuhen, um bei schnellen Richtungswechseln nicht zu weich zu reagieren und direkteren Bodenkontakt zu bieten.

Die Innensohle ist in der Regel herausnehmbar und sorgt für Komfort sowie individuelle Anpassung an die Füße. Sie kann auch durch orthopädische Einlagen ersetzt werden. Bei manchen Modellen sorgt die Innensohle für das Feuchtigkeitsmanagement und aktive Geruchsbekämpfung durch spezielle Beschichtungen.

Obermaterial

Tennisschuhe müssen zugleich strapazierfähig und flexibel sein. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Obermaterial. Es umschließt den Fuß und sorgt für Stabilität, Atmungsaktivität und Schutz, wobei ein guter Kompromiss zwischen Leichtigkeit, Haltbarkeit und Flexibilität gefunden werden muss. Hierfür verwenden die Hersteller verschiedene Materialien.

Synthetikleder ist robust, bietet gute Stabilität und Schutz beim Rutschen, ist dafür aber weniger atmungsaktiv und etwas schwerer als etwa Mesh. Dank seiner offenen Gewebestruktur ist Mesh sehr leicht, atmungsaktiv und flexibel, verschleißt jedoch schneller und bietet weniger Schutz. Oft kommen auch strategisch platzierte Kunststoffverstärkungen zum Einsatz, die den seitlichen Halt und die Lebenserwartung des Schuhs erhöhen.

Echtes Leder hingegen wird heutzutage kaum noch für Tennisschuhe verwendet. Moderne Tennisschuhe kombinieren meist Mesh und TPU-Overlays, um Atmungsaktivität und Stabilität gleichermaßen zu erreichen. Ein verstärkter Zehenbereich bietet zusätzlichen Schutz beim Rutschen sowie bei Stopps. Integrierte Seitenstabilisatoren und ein verstärkter Fersenbereich schützen die Knöchel und verhindern das Umknicken.

Innenmaterial

Das Innenmaterial von Tennisschuhen sorgt für Komfort, Stabilität und ein angenehmes Fußklima während Spiel und Training. Meist besteht es aus weichen, atmungsaktiven Materialien, die Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben, um den Fuß trocken zu halten. Gepolsterte Bereiche an Ferse, Knöchel und Zunge vermeiden Druckstellen und verbessern den Halt.

Manche Modelle verwenden feuchtigkeitsregulierende oder antibakterielle Materialien, die unangenehme Gerüche fernhalten. Insgesamt trägt das Innenmaterial entscheidend dazu bei, dass der Schuh auch bei intensiven Matches bequem, rutschfest und stabil bleibt.

Dämpfung

Die Dämpfung von Tennisschuhen fängt Stöße beim Laufen, Springen und abrupten Stoppen ab und entlastet auf diese Weise Gelenke, Muskeln und Sehnen. Somit sorgt sie für Komfort, Schutz und Leistungsfähigkeit auf dem Platz. Zu diesem Zweck kommen in der Zwischensohle spezielle Schaumstoffe und Dämpfungssysteme wie Gel-, Luft- oder Schaumeinlagen zum Einsatz.

Insbesondere auf Hartplätzen ist eine gute Dämpfung wichtig, um den Bewegungsapparat zu schützen. Auf weicheren Belägen wie Sand oder Rasen ist weniger Dämpfung nötig. Generell sollte sie nicht zu weich sein, um ein gutes Bodengefühl zu haben und bei schnellen Richtungswechseln stabil und reaktionsschnell zu bleiben.

💡Tipp: Tennisschuhe sind von Verschleißerscheinungen nicht ausgeschlossen. Ist mindestens eine der Eigenschaften durch Abnutzung stark beeinträchtigt, ist es an der Zeit, sich ein neues Paar zuzulegen. Vor allem Stabilität und Dämpfung sollten stets gewährleistet sein. Ein Blick unter die Sohle gibt zusätzlich Aufschluss über den Abnutzungsgrad des Profils.

Passform: Wie müssen Tennisschuhe sitzen?

Entscheidend für den Komfort von Tennisschuhen ist die Passform. Um die richtigen Schuhe für Dein Spiel zu finden, solltest Du unbedingt auf die Besonderheiten Deiner Füße achten, damit keine Beschwerden auftreten. Je nach Anatomie des Fußes kommen Tennisschuhe für breitere oder schmalere Füße infrage.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Empfehlungen für den idealen Tennisschuh nicht von denen anderer Sportschuhe. So sollten diese beispielsweise weder an den Zehen noch an der Ferse drücken. Im Gegenteil: Um abrupte Richtungswechsel, explosive Sprints und plötzliche Stopps optimal zu unterstützen, sollte im Zehenbereich idealerweise etwa 1 cm frei bleiben. Im Zweifel solltest Du daher stets die nächstgrößere Nummer wählen.

Ein weiteres Kriterium ist der individuelle Spielstil. Leichtfüßige Spieler, die gerne den gesamten Platz nutzen, benötigen anderes Schuhwerk als kraftvolle Grundlinienspieler. Während erstere Abstriche bei der Stabilität zugunsten der Schnelligkeit machen können, sollten schwerere Tennisspieler auf robuste Schuhe mit einer ordentlichen Dämpfung setzen, die bestmöglichen Halt versprechen.

💡Tipp: Neben dem Tragegefühl gibt ein Blick auf die Verarbeitung Aufschluss über die Qualität des Schuhs. Sind alle Nähte sauber verarbeitet? Wie ist das Obermaterial beschaffen? Und ist die Sohle für den entsprechenden Belag geeignet?

Im Zweifel lohnt es sich immer, in Qualität zu investieren, gerade für Vielspieler und Trainer, die mehrmals wöchentlich einige Stunden auf dem Platz verbringen. Das erhöht nicht nur die Freude am Spiel, sondern schont auf Dauer Muskeln, Gelenke und Knochen.

Und letztendlich auch den Geldbeutel, denn gute Tennisschuhe halten meist länger.

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